© All photos by Christian von der Eltz                                                   Instagram
Kunst ist das, was Menschen dafuer halten oder sie als solche dazu erklaeren. Was heute aktuell kommerzielle Mode- oder Werbe- fotografie und Bild-Jouralismus ist, entwickelt sich erst ueber die Jahre durch Kritiker und Experten, mit unter- schiedlichen Interpraetationsvarianten, zur Kunst.
   So gesehen arbeiten wir bedingt auch fuer    die Zukunft und nicht ausschliesslich fuer          die Gegenwart. Diese Werte entstehen              erst mit der Zeit. Ausnahmen                  bestaetigen die Regel.
Die Wertschaetzung ergibt sich aus Dingen, die wir kennen und Menschen, an die wir uns erinnern. Also durch Veraenderung. Wir vermissen, weil nicht mehr da. Das ist der Bezug. Und natuerlich sind es auch bedeutende Geschichten und Ereignisse, von denen wir wissen und dessen Kontext wir kennen. Grundlage dafuer ist die Dokumentation und die ungefilterte FineArt- Photography als kuenstlerische Methode. Ungefiltert deshalb, weil sie ohne spaetere  Manipulation auskommt. Die Komposition und Gestaltung ist entscheidend und nicht in erster Linie die Perfektion. Aus diesem Blickwinkel betrachtet bekommt Fotografie eine andere Dimension. Portraits werden zum Erbe kuenftiger Generationen und Dokumentationen erinnern uns daran, „wie es jetzt ist und wie es war.“
Deshalb kann Kunst nur bedingt objektiv sein. Sie entsteht in der Fotografie aus dem Moment. Das Besondere ist immer die Sichtweise des Fotografen und seine Wahrnehmung, exakt in dem Augenblick des fotografierens. Und spaeter ist es dann die Wahrnehmung des Betrachters, verbunden mit der Frage, ob und inwieweit er sich in der fotografischen Szene wieder- findet bzw. sich ihr naehern kann? Das schliesst fuer mich zunaechst aus,                                 einer Fotografie, anders als bei einer Auftragsarbeit,                                       umgehend einen kommerziellen Wert zuzuordnen. Was                                  fuer den Einen wertvoll ist, muss fuer jemanden anders                               noch lange nicht den gleichen Stellenwert haben. Der Wert liegt deshalb in der persoenlichen                        Beziehug und…
…Relevanz, die jemand zu einer Fotografie aufzubauen vermag,… oder eben nicht. Und dann ist es subjektiv womoeglich auch Kunst, im Sinne von einem Kuenstler geschaffen…oder eben auch nicht.
Fotografie ist Gegenwart und Vergangenheit. Die Erhebung zur Kunst ist „Zukunft“ , Wuerdigung und irgendwie auch eine Form von oeffentlichem Archiv und Zeugnis gegen das Vergessen.